Neu: Arabella Alm und Winterstube beim Wasi

 

Die kommende Bauausschusssitzung am Dienstag hat zwoa griabige Hüttn auf der Tagesordnung – eine neue und eine gut 130 Jahre alte. Arabella will am Ufer des Spitzigsee eine Alm genehmigt bekommen, für Veranstaltungen oder auf neudeutsch Events. Das Markus Wasmeier Bauernhof- und Wintersportmuseum hofft auf grünes Licht bei der „Wiedererrichtung nachTranslozierung einer Winterstube“ aus Bad Wiessee.

Am 10. Oktober um 18:30 Uhr ist die Tagesordnung des Schlierseer Bauabschusses kurz, aber knackig.

In der obigen Karte von Google Maps sind die Tagesordnungspunkte markiert – zur Erleichterung für unsere Leser(innen).

Arabella – Alm

Am 19. Juli 2016 waren die Würfel eigentlich gefallen. Nach langen Debatten, Änderungen und Ergänzungen durch die Anhörung der Träger öffentlicher Belange wurde in dieser letztjährigen Gemeinderatssitzung die letztmalige Änderung des Bebauungsplans „Spitzigsee“ mehrheitlich als Satzung abgesegnet.

Details dazu stehen im Beschluss auf Seite 13ff – http://rathaus.schliersee.de/uploads/media/Niederschrift_Marktgemeinderat_19.07.2016.pdf -> 7. Änderung Bebauungsplan Nr. 27 „Spitzingsee“; Behandlung der Anregungen und Bedenken im Rahmen der Bürgerbeteiligung und der Anhörung der betroffenen Träger öffentlicher Belange – Satzungsbeschluss

Mit diesem rechtskräftigen B-Plan wäre eine Hotelerweiterung von einem dreistöckigen Neubau plus Dachgeschoß bei einer Grundfläche von über 500 qm inklusive einer Tiefgarage und 11 Außenstellplätzen ermöglicht worden. Diese Pläne scheinen durch den neuen Bauantrag obsolet zu sein.

Arabella Alpenhotel hat scheinbar keine weiteren Hotelkapazitäten nötig und wird die gewünschte neue Eventarena „Arabella Alm“, so wie es aussieht, als Ersatz auf das Baufenster für die Hotelerweiterung hinstellen.

Ob dies Auswirkungen auf das eigentlich im B-Plan berücksichtigte Haus für Hotelangestellte direkt neben der Hauptstraße haben wird, das wird die Sitzung am Dienstag zu Tage fördern. Die Frage ist, ob es ohne Hotelerweiterung überhaupt benötigt und gebaut wird. Man behilft sich ja für Hotelangestellte mit Wohnungen auf der dem Hotel gegenüberliegenden Straßenseite.

Wieviel Personen in der „Arabella Alm“ Party machen können und was die genauen Ausmaße sind, das bringt die Sitzung hervor. Der Vorteil dürfte sein, dass die bisher genehmigte massive Bebauung lockerer werden dürfte. Eine Tiefgarage unter einer Alm wird sich kostenmässig kaum rentieren und  mit der Stellplatzverordnung werden Außenflächen für diese Erfordernisse benötigt werden. Also, weniger Kubatur, mehr Party.

Ortsentwicklung – Fehlanzeige

Für den Fremdenverkehr im Ort und die touristische Weiterentwicklung in Schliersee wäre es dringend nötig, dass der CSU-Bürgermeister eine Linie mit dem Marktgemeinderat erarbeitet  und strategisch vordenkt. Dies geht nur in Gesprächen mit den tragenden Investoren und deren Geschäftsplänen sowie Ideen im partnerschaftlichen Dialog. Hier besteht bei Franz Schnitzenbaumer weiterhin erheblicher Lernbedarf.

Wasmeier – Winterhütte

Beim Wasi gibst nichts Neues, nur Altes, aber eben doch neu, so zumindest der Antrag auf Wiedereinrichtung, was ja eigentlich ein Bauantrag ist. Eine Winterhütte aus dem Söllbachtal (Gemeindebereich Bad Wiessee) soll die Kollektion der alten Hütten im Wasmeier Museum noch erweitern.

Aus dem Jahr 1884 soll das doppelstöckige Werk stammen. Wenig wird gegen dies eingewendet werden, außer: Da wird es dann wahrscheinlich wieder die Parkplatzdiskussion und die Wallung bei manchen Gemeinderäten wegen der reklamierten Abbiegespur als Teil der Diskussion geben.

Waldschmidtstraße – Verdichtung

Ein weiterer einschneidender Punkt ist in der Waldschmidtstraße 4a in Neuhaus die Errichtung von 4 Wohnhäusern auf einer Fläche, wo vom Investor ehemals 16 Reihenhäuser und 40 Stellplätze gewünscht, dann jedoch abgelehnt wurden.

Zur Anmerkung: das betreffende Grundstück ist nur gut 2.000 qm groß und wird in vier Parzellen von 500 qm plus / minus 10 % aufgeteilt. Schade für Neuhaus, dass es derart zugebaut wird.

Neuhaus wird ziemlich kleinflächig und extrem verdichtet. Dieser Antrag erreicht zwar nicht die Narretei von 17 genehmigten Wohnungen auf einem Grundstück mit ehemaligen Haus und Einzelgarage (Investor: Kroha – wir berichteten ausführlich).

Aber eine Vervierfachung des Wohnungsbestandes und der damit zunehmende Verkehr in der Waldschmidtstraße könnte durchaus in nicht allzuferner Zukunft weitere Infrastrukturinvestitionen in der Einmündung auf die B 307 am Bahnhof hervorrufen.

Was halten die Bürger(innen) von Neuhaus von der rasenden Verdichtung? Leserzuschriften sind wünschenswert. Vielen Dank.

 

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