25 Meter hoher Aussichtsturm am Schliersberg

In der morgigen Bauausschusssitzung geht es – wie bereits berichtet – u.a. auch um einen neu zu errichtenden Aussichtsturm auf dem Grundstück des Hotels und der Seilbahn. Das Architekturbüro Johannes Wegmann hat – nach dem nicht unumstrittenen Anbau des Heimatmuseums – einen weiteren künstlerischen Wurf vor, den es wahrscheinlich selbst ausführlich den sieben Bauausschussmitgliedern schmackhaft machen wird. Der Durchmesser des sechseckigen Sonderbaus soll bis zu 10 Meter betragen und in einer Stahlkonstruktion ausgeführt werden.

Es sind zwei Podeste auf jeweils 10 und 20 Metern Höhe geplant. Weiterhin soll es einen überdachten Eingangsbereich von knapp 30 qm Grundfläche geben.

Der avisierte Ort für den 25 Meterturm befindet sich nördlich der Schliersbergalm und soll nicht nur Touristen, sondern auch dem Schulunterricht dienen.

Hier ist nur in Bezug auf den Schlierseer Schulunterricht anzumerken, dass etwa das wirklich sehenswerte und für den Heimatkundeunterricht eigentlich verpflichtende Heimatmuseum in den letzten fünf Jahren gerade zweimal heimische Klassen der Schlierseer Grundschule zu Besuch hatte. Es wird also eine Herausforderung werden, die Schlierseer Schule mit den gut 350 Schülern als zukünftige Kunden zu gewinnen. Aber wahrscheinlich ist es für auswärtige Schulen für Ausflüge interessanter.

Zudem scheint für die Finanzierung auch die Hoffnung zu bestehen, dass öffentliche Gelder dieses Vorhaben unterstützen. Die beantragte Kombination von Lehr-, Freizeit- und Sporteinrichtung mit einem angeblichen Panoramablick bis München soll nebenbei auch für einen besseren Empfang und eine solidere Reichweite des Radio Alpenwelle sorgen. Es wird also offenbar eine neue Sendestation darauf geben.

Vielleicht wittern da die Mobilfunkbetreiber später auch einmal Morgenluft für den weiteren Ausbau ihre Sendestärke der Mobilfunkausleuchtungen. Wenn München schon zu sehen ist, dann kann sicherlich ein großes Gebiet abgedeckt werden.

Das turmhohe Vorhaben im Wald (Außenbereich) – sollte es die Mehrheit im Bauausschuss bekommen – hat sicherlich im wahrsten Sinne des Wortes einen Leuchtturmcharakter für Schliersee. Mit 25 Metern Höhe erreicht der Wunschturm zwar die Höhe der Kirche St. Sixtus nicht ganz (da sollte man doch lieber die Kirche im Dorf lassen), hingegen St. Georg am Weinberg ist ganz locker eine Nummer niedriger.

Senden Sie uns bitte Ihre Reaktionen zu diesem Vorhaben: redaktion@schlierseer-zeitung.de

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