Strandbad Schliersee – Wiese und Kasse gut gefüllt

 

Das Strandbad Schliersee, die „Top Location“ am malerischen Ostufer des Schliersees, hatte durch den hervorragenden Sommer überdurchschnittlich viele volle Tage, so wie im obigen Luftbild unschwer zu erkennen. Diese einmalige Luftaufnahme wurde der Redaktion freundlicherweise von Karl Hiermeyer / Freie Infoseite Schliersee Facebook zur Verfügung gestellt – Wiese voll, Parkplätze im Ort voll, Kasse voll.

„Bei rund 12.000 qm finden Sie ruhige Ecken zum Relaxen direkt am Wasser und im Schatten unter Bäumen“. Dieser vielleicht nicht mehr ganz treffende Spruch auf der Internetseite des Strandbades bedarf möglicherweise einer Korrektur.

Bäume gibt es nicht mehr so viele, Platz bei schönem Wetter noch weniger. Mittlerweile ist der Gastronomieumsatz beachtlich und der Wettbewerb um hungrige Kunden gefällt unter vorgehaltener Hand nicht jedem Gastronomen in Schliersee: Top Gastronomie! Den ganzen Tag über bieten wir Ihnen eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken. Spezialitäten aus eigener Küche, stets frisch zubereitet, dazu ein traumhafter Ausblick auf den See … Wir bieten Veranstaltungen auf unserer Seeterrasse, Schwimm-Steg und Biergarten nach Absprache gerne an.“

Die neue Event-Location am See zieht Tagestouristen selbst aus München und Umgebung an. Die Abwägung des Pro und Contra der Menschenmassen von Auswärtigen, die auf Stundenbasis in das Strandbad Schliersee einfallen, überlassen wir geflissentlich unseren Lesern.

Schade nur, dass der CSU-Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und die 2. CSU-Bürgermeisterin Johanna Wunderle sich in ihren bisherigen Amtszeiten höchstpersönlich für die Vertragsänderung von der früher üblichen Umsatzpacht zu einer billigen Festmiete für die Betreiber hinreißen ließen. Das diesjährige Defizit in der gemeindlichen Haushaltsposition Strandbad wäre bei der früher üblichen Umsatzpacht heuer nicht passiert.

Unter der Haushaltsposition 86019 „Kur- und Badebetriebe – 10 – Freibadeanstalten“ würde dann im Verwaltungshaushalt kein angesetzter Verlust von Euro 2.700 für das laufende Jahr stehen, vielmehr ein ordentlicher Gewinn für die Gemeindekasse. Die Festmiete von Euro 13.500 pro Jahr verschlingt im laufenden Jahr nach Haushaltsansatz 2017 allein Euro 10.000 im Gebäude- und Grundstücksunterhalt. Nach anderen Kosten bleibt der Markt trotz der „Top Location“ also auf roten Zahlen sitzen.

Kasse leer – oder Kasse voll? Bei wem?