Leserbrief zum angezeigten „Offenen Brief“

“Wer anderen in der Nase bohrt   . . . “ oder:  Was nützt so eine Schlammschlacht dem Zusammen-Leben in Schliersee – dem schönen Ortsbild, einer liebenswerten Landschaft ?
 
Einerseits wirft das Immobilien-Duo Skofitsch / Bacher einem Mitbürger unterirdische Qualität vor – wird dann aber selbst massiv vorwurfsvoll: mit Erreichen neuer Tiefpunkte, mit journalistischer Inkompetenz, mit Denunzieren durch schlechte Recherchen, tendenziösen Beiträgen – und sogar mit geistigem Müll. Von dem ebenfalls angeprangerten “minderjährigen Kind” (was nun: Minderjähriger oder Kind?) war in der aktuellen Schlierseer Zeitung eigentlich nichts zu erkennen.
 
Soll so ein teurer Anzeigentext (für rund 1.100,- €) nun überirdisches (!) Niveau demonstrieren? Zeigt er denn Voraussetzungen auf für mehr positive Entwicklung in und am Schliersee? Für mehr menschlichen Zusammenhalt? Mehr Lebens-Qualität?
 
Obendrein werden auch noch “längst verschlissenen Gestalten” in der Kommunal-Politik herbeigeredet:  Menschen, die schließlich u.a. eine langjährige Erfahrung mit daraus gewachsenen Erkenntnissen einbringen – durch Eid dem Wohl der Gemeinde verpflichtet sind! Wer, bitteschön, darf sich denn eine solch traurige Einschätzung anmaßen? Auch noch feststellen, dass das “politische Verfallsdatum” überschritten ist? Wollen Frau Skofitsch und Herr Bacher auch gleich  noch die Entsorgung übernehmen?
 
Vielleicht aber will eine Vernetzung aus Immobilien-Vermarktern, inklusive Investoren, Verwertern, Bauträgern, Maklern ein neues Schliersee durch veränderte Parteien-Landschaft schaffen? Ob es dann ein lebens- und liebenswerteres Schliersee wird, ist ebenso offen, wie es am Tegernsee offen ist.
 
Das schnelle Geld und die optimale Gewinn-Erzielung sind sicher schöne Erfolgs-Erlebnisse –  ob sie aber später noch gut sind für ein natürlich gewachsenen Ortsbild? Fraglich auch,  wenn dabei dann eigentlich geschützte Landschaften als quasi Bauland-Reserve angesehen werden – oder als Gewerbegebiets-Nachwuchs?
 
Es geht bestimmt nicht darum, Käseglocken über Ort und Landschaften zu stülpen – sondern darum, sich in seiner Heimat wohlzufühlen. (Auch, wenn’s mal weniger Geld bringt).
 
Hans Jürgen Menge, Rottach-Egern (als parteiloser Außenstehender mit anderen Augen – Zitat: ”Mit den Zweiten sieht man besser”)