Anzeigentext von Merkur „entschärft“

Ein angenehmes, aufschlußreiches und langes Gespräch mit der Geschäftsleitung der Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co KG, Inhaber des Miesbacher Merkur und anderer Zeitungen der Münchner Merkur-Gruppe im Oberland, brachte äußerst interessante und erstaunliche Aussagen hervor, auch wenn eine Mediation zwischen unseren beiden Häusern bis dato nicht möglich war: „Wir haben den Text entschärft, von Anzeigenleitung entschärft. Kleine Korrektur / Änderung“. Da stellt sich dem geneigten Leser die Frage, was dann eigentlich in dem ursprünglichen Anzeigentext von Skofitsch / Bacher gestanden hat.

Von „zähneknirschend veröffentlicht“, „nicht unser Niveau“, „wir wollen keinen Euro daran verdienen“ und der Aussage „bitte Kirche im Dorf lassen“ war die Rede. Angeblich wurde von der Anzeigenleitung in München, dem Chefredakteur in Miesbach und vom Geschäftsführer aus Wolfratshausen / München auf das Anzeigenduo Skofitsch / Bacher eingewirkt und eben dann der schlußendlich erschienene Text vor der Veröffentlichung „entschärft“.

Das alles war der Geschäftsleitung des Miesbacher Merkur aber am Ende immer noch nicht genug. Nach deren Aussage gibt es gar eine unterschriebene Haftungsfreistellungserklärung der Anzeigenkunden gegenüber dem Verlag, sollte der Verlag von den Betroffenen des „Offenen Briefes“ verklagt werden.

Skurril bis eigenartig, was da beim Miesbacher Merkur abgelaufen ist. Jede(r) normal Denkende fragt sich da, warum dann eine Anzeige überhaupt angenommen wurde.

Der Verlag sollte doch eigentlich selbst am Ende entscheiden können, wem man eine Anzeige gewährt, speziell, wenn in der (mit)redigierten und dann veröffentlichten Version noch drei mögliche strafbewehrte Tatbestandsmerkmale des Strafgesetzbuches tangiert sind.

Fortsetzung folgt.