Megn dad i scho, oba woin dua I ned!

Mögen tuh ich schon, aber wollen tu ich nicht! Solche Sprüche hört man derzeit im Dorf über die Transaktion Franz Kroha verkauft Sixtus-Hälfte an Philipp Lahm (wir berichteten), der nun zu 100 % Herr der Manufaktur für Balsame, Lotionen und Gels ist. Die Manufaktur für Gesässcreme und mehr war dann, wie von vielen Bürgerbegehrenden bereits letztes Jahr vermutet, scheinbar doch nur eine Durchgangsstation für den Immobilienspekulanten aus Miesbach.

Vor der kurzen Ära Kroha bei den Sixtus Werken war die Familie Becker über Jahrzehnte der Garant für Qualität aus Schliersee. Da war in dem Produkt drin, was der Name und die Firma auch versprach: „Made in Schliersee“. Und Kroha war in Sachen Schliersee-Immobilien noch in den Kinderschuhen.

Während der kurzen Ära Kroha bei Sixtus neu hat die „Kraft aus der Natur“ die Einwohner der Marktgemeinde gespalten. Das darf sich der Immobilienunternehmer durchaus auch auf seine Fahnen schreiben. Die mit aufdringlichster Werbung und Stickern in der lokalen Miesbacher Presse angepriesene Firma mit dem blauen Herz für Schliersee war nur von kurzer Dauer.

Die großen Sprüche und Versprechungen waren wie Schall und Rauch. In Schliersee hört und sieht man nichts mehr vom Blauen Herz. Wo ist jetzt der Schlierseebezug? Und warum schmückt man sich noch mit dem schönen Namen Schliersee in dem Unternehmensnamen? Warum darf ein Unternehmen vom Markenwert der Marke Schliersee umsonst profitieren?

Kroha hat während seiner kurzen Regentschaft in der Sixtus Werke Schliersee GmbH zumindest den heimischen Gewerbegrund meistbietend als Wohnbebauung – ohne Wertabschöpfung für den Gemeindehaushalt – umgewandelt. Auch gab es keine Erstwohnsitzbindung, Für die Einheimischen hat er also nichts getan.

Danach ist nicht davor. Kroha hat sich mit mehreren Immobilien in Schliersee günstig eingedeckt, speziell, wenn man die Wertsteigerung mit der maximalen Bebauung berücksichtigt, die nicht unbedingt jedermann im Ort erhält.

Kroha und der Ausverkauf von Neuhaus – aus 1 mach 17!

Kroha ImmoInvest trotzt der Bauamtsleitung

Seit dem Erwerb von Sixtus alt für den kolportierten symbolischen Euro hat Herr Kroha neben seinem Verpackungsunternehmen auch Immobilienunternehmen gegründet (wir berichteten).

Als jüngstes Immobilienvehikel weist der Bundesanzeiger aus:

Amtsgericht München Aktenzeichen: HRB 233016 Bekannt gemacht am: 28.04.2017 02:05 Uhr
In ( ) gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr:
Neueintragungen
27.04.2017
HRB 233016: Kroha Bauen & Wohnen GmbH, Miesbach, Maxlrainer Str. 1, 83714 Miesbach. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 05.04.2017. Geschäftsanschrift: Maxlrainer Str. 1, 83714 Miesbach. Gegenstand des Unternehmens: Durchführung von Bauträgermaßnahmen, An – und Verkauf von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie deren Bebauung samt allen damit zugehörigen Haupt- und Nebengeschäften, sowie Halten und Verwalten von Immobilien (Vermietung und Verpachtung). Stammkapital: 25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Kroha, Franz, Miesbach, *15.04.1961, einzelvertretungsberechtigt; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die neue Kroha Bauen & Wohnen GmbH mit dem Alleingeschäftsführer Franz Kroha hat vielleicht noch mehr in Schliersee vor.

Der Gasthof zur Post wurde bekanntlicherweise vor knapp vier Jahren mit seinen Geschäftspartnern Christian Bacher und Eva Skofitsch erworben. Damals haben die drei noch nett gelächelt. Scheinbar ist das aber heute nicht mehr der Fall. Die schon lange geplante Runderneuerung des Gasthof zur Post scheint doch komplizierter und teurer als zuerst angemacht. Es rührt sich jedenfalls nichts, obwohl schon mehrmals die Öffentlichkeit heiß gemacht wurde.

Hotel KROHA zur Post – neues Konzept

Der Versuch des Kaufs der Schlierseer Schule – und einer recht üppig geplanten Bebauung darauf – hat bisher trotz mehrerer Anläufe nicht geklappt.

Kroha ImmoInvest GmbH & Co KG und die alte Schule

Dafür war Kroha schon vorher in der Hohenwaldeckstraße fündig geworden. Dieses große Grundstück steht möglicherweise auch einmal zu einer üppigen Bebauung an. Es wird gemunkelt, dass er vor Jahren da schon selbst einmal einziehen wollte, aber über die Jahre wurde es nur sporadisch genutzt.

Und fast alles, was in Schliersee derzeit auf dem Markt kommt, schaut sich der Immobilienspekulant genau an. Er hat den Schlierseer Immobilienmarkt fest im Griff, so eingeweihte Immobilienmakler.

Da bleibt nur noch ein oberbayerisches Sprichwort mit einem bisschen Respekt: „A Hund is a scho“, gerissen einfach. Kroha hat den Riecher, wo was maximal geht.

Gar nicht auszudenken, wäre er dem Bürgerbegehren „Schliersees Schönheit bewahren“ nicht unterlegen, dann befände sich heute ein über 7.000 qm großes Baugrundstück im Außenbereich direkt am See im Kroha Immobilienimperium. Und nun ist er bei Sixtus vollständig ausgestiegen.

 

 

 

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