Garten seit gut 50 Jahren geteert und gefedert!

 

Mit dem Bauvorhaben am Ortseingang Schliersee (wir berichteten) kam alles – oder zumindest ein schwerwiegendes Problem – ans Tageslicht, oder zumindest der erste Versuch der Gemeindeverwaltung ein offensichtliches Versäumnis nach fast 50 Jahren glattzuziehen. In den 70er Jahren wurde von der Gemeinde eine Straßengrundabtretung in der Miesbacherstraße wegen der hinterliegenden Neubebauung gefordert, der Garten mußte zurückgebaut, die Straße geteert und mit installierten Straßenlaternen eigentlich auch erstmalig erschlossen werden.

Nun wird die Gemeinde aber gefedert. Wie ein Blick in die Parzellarkarte zeigt: Auf einer Länge von 16 Metern ist die Miesbacherstraße nur zwei Meter breit, was keine ordentliche verkehrsmäßige Erschließung bedeutet. Daher hätte eigentlich auch niemals dahinter gebaut werden dürfen.

Dieser Lapsus scheint dem Bauamt in der Marktgemeinde Schliersee und dem Staatlichen Bauamt im Landratsamt in Miesbach mehrmals durchgeschlüpft zu sein.

In der obigen Skizze ist die grün schraffierte Fläche zu sehen, die heute als Straße benutzt wird, aber laut Parzellarkarte dem Grundstück zuzuordnen ist. Und damit Baugrund und kein Straßengrund. Sollte die jahrzehntelange nicht vollzogene und falsche Straßengrundabtretung nicht möglich sein, so gibt es ein großes Problem.

Es wäre eine ruhige Hand von Seiten der Gemeinde zu wünschen, damit der Eigentümer der Miesbacherstraße 32 geschont wird. Das Problem hat nämlich die öffentliche Hand kreiert.

Eine ortsübliche Heilung von Fehlern und Versäumnissen wird es hier wahrscheinlich daher auch nicht geben. Interessant, wer sich wie den Kopf aus der Schlinge ziehen wird.

Ein Tipp an die Gemeindeverwaltung: Einfach Fehler öffentlich eingestehen und eine Entschuldigung mit einer zielführenden Lösung des Problems – zum Wohle von Schliersee und aller Beteiligten.

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