1000 Meter Bremsweg bei 100 km/h

 

2016 gab es 42 Unfälle an Bahnübergängen in Bayern. Der ADAC und die Bayerische Oberlandbahn informierten heute am Bahnhof Schliersee. Es hört sich nahezu unglaublich an: Braucht ein Auto bei einer Vollbremsung mit 100 km/h auf Null rund 100 Meter, so benötigt ein Zug den zehnfachen Bremsweg: 1000 Meter. Das Motto der Präsentation: „Bahn hat Vorfahrt“.

 

Dieses Wrack einer tatsächlichen Kollision von einem Auto und mit einem Zug wird auf einem Anhänger durch die Bundesrepublik zu Vorführungen gefahren, um die Risiken von Unfällen an Bahnübergängen anschaulich werden zu lassen. Mehrere Vertreter des ADAC und die Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn veranstalteten diesen Pressetermin am Bahnhofsvorplatz.

Ein durchaus seltener Termin, denn so etwas gibt es nur ein Paar mal im Jahr. Anwesend waren das Fernsehen, Radio, Print- und Onlinemedien. Neben dem Bürgermeister war auch ein Gemeinderat für den Markt vertreten.

Bei den 42 letztjährigen Unfällen in Bayern gab es 25 Verletzte und sechs Tote. Es ist also durchaus eine gute Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter, auf die Risiken – der zu 90 % auf ein Fehlverhalten zurückzuführenden Unfallursachen – hinzuweisen.

Das Fazit der BOB-Geschäftsführung: „Einer hat verloren, immer der Autofahrer.“ Das obige Bild sagt mehr als Tausend Worte.

Die Brisanz der Thematik vor Ort ergibt sich auch aus folgender Tatsache, so Bernd Rosenbusch von der BOB:  „Im Oberland haben wir mehr Bahnübergänge als Hotels.“ Das mag vielleicht ein wenig hochgegriffen sein, aber die vielen unbeschrankten Bahnübergänge sind durchaus ein Dauerproblem für die Bahn.

Durch die Aktion wurde viele der Anwesenden aufgerüttelt. Bleibt zu hoffen, dass diese informierende Aktion eine weite mediale Verbreitung findet.

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