Dem Himmel ganz nah?

 

Die Bauvoranfrage der Kroha ImmoInvest GmbH auf den Abriss eines Wohnhauses und die Erstellung dreier Mehrfamilienhäuser mit 17 Wohnungen auf dem Grundstück neben der Schule in Neuhaus geht in die nächste Phase. Mit der durch die DS CSU Stimmen durchgewunkenen Bauvoranfrage – entgegen der Empfehlung des Bauamtes und des die Gemeinde beratenden Architekten –  ist die Firma des Immobilienspekulanten Kroha bald im Himmel, oder zumindest die involvierten Makler. In den Gemeindenachrichten bewerben diese bereits den Verkauf von einem Lebens(t)raum nahe dem Himmel.

Manche Bauvorhaben scheinen einfach unter einem besseren Vorzeichen zu stehen als andere. Zumindest ist dies dem Immobilienspekulanten Kroha mit seiner Bauträgerfirma nun zum zweiten Mal in Schliersee gelungen. Erst 21 Wohnungen mit einem siebenstelligen Ergebnis auf „Sixtus alt“ – durch den alten Bauausschuss vor 2014 ohne Wertabschöpfung bei der Umwandlung von Gewerbe- in Wohngrund – mit Fehlern bei der Genehmigung, aber keine der dafür eigentlich zuständigen Stellen wurde dafür zur Verantwortung gezogen. Nun der Abriss.

Es scheint dem Investor zu pressieren. ganz schnell soll es nun gehen und die Genehmigung der staatlichen Bauamtes am Landratsamt steht scheinbar unmittelbar bevor oder ist schon beim Bauherrn eingegangen.

In den neuesten Schlierseer Gemeindenachrichten wird der „Lebens(t)raum“ in dichtester Bebauung in Neuhaus durch eine gemeindebekannte Makleragentur auf jeden Fall schon illuster ganzseitig beworben: „Dem Himmel ganz nah!“ Da fragt sich der geneigte Leser warum eigentlich dem Himmel ganz nah?

So himmlisch werden es die meisten umgebenden Nachbarn aber nicht finden. Diese Art der Verdichtung hat Neuhaus eigentlich nicht verdient.

Und aus der einsamen Einzelgarage des alten Einzelhauses wird nun eine Tiefgaragenrampe – direkt neben der Schule Neuhaus wird dies die Waldschmidtstraße 16 b „verschönern“. Nur so können die nach der Stellplatzverordnung notwendigen Pkw-Stellplätze auf diesem dann zum großen Teil versiegelten Grundstück nachgewiesen werden.

Neuhauser Bürger: Ist das der Trend, der von den Einheimischen gewünscht ist? Es regt sich bislang wenig Widerstand. Viele scheinen die Dimension des „Neuperlach in Neuhaus“ auch noch nicht zu erkennen.

Schade, Verdichtung im Innenbereich könnte auch verträglicher ausfallen. Aber dann wäre scheinbar nicht genug verdient.

 

 

 

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