BOB-Geschäftsführung erneut zum Rapport

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft – ein Unternehmen vom Freistaat Bayern – plant, kontrolliert und finanziert den Regionalverkehr. Dazu gehört auch die Überwachung der Betriebsqualität. Die scheint bei der Bayerischen Oberlandbahn nach einer kurzzeitigen Verbesserung wieder zu leiden. Innerhalb der letzten drei Wochen fielen nach Aussagen der BEG 70 Züge aus und 170 mußten verkürzt werden.

In einer Pressemitteilung von heute schreibt die BEG zur BOB: „BEG fordert wiederholt kurzfristige Verbesserung der Betriebslage. Die Fahrgäste im von der BOB betriebenen Oberlandnetz werden derzeit wieder mit erheblichen Qualitätsproblemen konfrontiert“.

Erhebliche Qualitätsprobleme

Die BEG beschreibt die Situation der BOB, dass es massive Fahrzeugprobleme gäbe – deshalb die zahlreichen Zugausfälle und Zugverkürzungen bzw. Verspätungen.

Im Januar sank die durchschnittliche Pünktlichkeit auf 76,8%. Das bedeutete die rote Laterne in Bayern. Dies führte damals schon zu einem Rapport der BOB-Geschäftsführung bei der Aufseherin BEG. Die erfreulichen Werte von über 96% im März und April waren aber scheinbar nur von kurzer Dauer.

„Fahrzeugstörungen oder eine mangelnde Fahrzeugverfügbarkeit“ wurden genannt. Die kleineren Unabwägbarkeiten sind ungelöste Probleme bei Klimaanlagen. Auch eine mangelnde Fahrgastinformation wird beklagt. Zudem wird von „vermeidbaren personalbedingten Verspätungen oder Ausfällen“ berichtet. Vielleicht muss man doch mehr Reservekapazitäten mit robusteren Zugausstattungen vorhalten?!

Was steht nun an? Eine aktualisierte Maßnahmenliste für weitere Erhöhungen der Betriebsstabilität und eine zuverlässige Fahrgastinformation. Die BEG wird also ihrer hoheitlichen Aufgabe der Qualitätssicherung gerecht.