CSU Bürgermeister versucht sich in Revanche

Am Dienstag um 9 Uhr läutete es an der Tür am Huberspitz. Ich war sehr erstaunt. Nach Öffnung der Haustür stellten sich die drei Herrschaften als Bedienstete des Landratsamts Miesbach vor. „Wie ich kann ich Ihnen helfen“, fragte ich. „Wir sind vom LRA und wollen eine Baukontrolle machen“, so stellten sich die Herren J., E. und F. vor. Ob eine Baukontrolle bei einem seit 70 Jahre bestehenden Haus überraschend sein muss, das bleibt dahingestellt.

Trotzdem habe ich grundsätzlich mit einer Baukontrolle kein Problem. Das Haus steht ja schließlich nach vorhandenen Unterlagen ortspolizeilich bestätigt. Ich habe die Landratsamtmitarbeiter hereingebeten und selbstverständlich die Möglichkeit gegeben sich umzusehen. Die Herren waren sachlich und freundlich zu mir.

Dann hat mich natürlich interessiert, macht man eine Baukontrolle immer ohne Vorankündigung und vom wem geht dies aus.  Ich konnte in Erfahrung bringen, dass der CSU Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer sich am Vortag durch die Bauamtsleiterin Frau Birgit Kienast massiv für diese Baukontrolle bei der Baubehörde eingesetzt hat . Mit dem Ergebnis 20 Stunden später, dass diese unangekündigte Baukontrolle durchgeführt wird.

Nachdem der Herr Bürgermeister mit seinem aktuellen Problemfall in Fischhausen, an dem er sich als persönlich Beteiligter öffentlich präsentierte, reichlich Erfahrung hat, ist dies kurios. So ein eifriges Vorgehen hätte ich mir auch in Sachen des seit Kurzem geheilten Schwarzbaus seiner Lebensgefährtin / einer Freundin im Fall „Fischhauser Str.“ gewünscht.

Ich bin der erste Verfechter für „Gleiches Recht für alle.“ Ich verspreche auch in dieser Sache eine schonungslose Aufklärung und garantiere vollständige Transparenz. Ich bleibe auch weiterhin ein Marktgemeinderat für Schliersee, der sich keine Selbstbereicherung vorwerfen lassen muss. Und wir halten Sie auf dem laufenden.

Michael Dürr