Heimatmuseum mit weite(re)n Rissen

Risse HM

In unserem Beitrag über die voraussichtlich Euro 3,1 Mio. teure Baustelle am Baudenkmal Heimatmuseum wurde von der problematischen Situation berichtet. Heute hat es weit(er)e Setzungsrisse gegeben. Und diese haben es durchaus in sich.

Die Verbindung von Beton aus dem 21. Jahrhundert mit dem historischen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert hat nicht funktioniert. Die Unterfütterung des Heimatmuseums mit injiziertem Beton ins Erdreich unter dem Heimatmuseum war nach den weiteren Rissen vom heutigen Tag scheinbar ein Rohrkrepierer. Architekt Johannes Wegmann und die Baufirma Stadler hat sich möglicherweise verspekuliert. Es ist nicht vorstellbar, dass dies geplant war.

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Das provisorische Füllen diverser Setzungsrisse in der Fassade des über 600 Jahre alten Juwel im Ortszentrum von Schliersee war zwar die billigere Lösung, aber scheinbar nicht die richtige. Die Stimmen im Gemeinderat, es sei ein finanzieller und bautechnischer Irrsinn, einen kleinen Anbau an das denkmalgeschützte Heimatmuseum mit Unterkellern anbringen zu wollen, hallen dieser Tage wieder nach. Die Mehrheit des Gemeinderats, die sich für diesen weißen Elefanten ausgesprochen haben, wollen sich nun an die eigene Nase fassen.

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Ist es ein Frevel oder mehr? Was sagen die Mitglieder des Heimatmuseumvereins, die seit Jahrzehnten für die liebevolle Betreuung und Erhaltung des Baudenkmals verantwortlich zeichnen?

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Für den geplanten Keller des Anbaus an das Heimatmuseum ist ein riesiger Krater ausgehoben worden. Auch dies hat selbstverständlich zur Setzung des gesamten Bodenreichs beigetragen. Das Ergebnis: Risse!

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