Heimatmuseum – zubetoniert und eingerissen

 

Der Euro 3,1 Mio. teure Anbau an das Heimatmuseum könnte ein weißer Elefant in der Ortsmitte von Schliersee werden. Der Irrsinn, ein neues Gebäude an unser Denkmal von 1447 anzuflanschen, hat schon die ersten Risse – nicht nur in der über 600 Jahre alten Wand gibt es Setzungsrisse. Wer hätte auch etwas anderes erwartet, wenn man Bayerns besterhaltenes Blockhaus ohne Fundament, das auf Steinen gebaut ist, mit Beton unterfüttert? Der Bauherr und Architekt hatten das Prinzip Hoffnung und Augen zu. Hat nicht funktioniert.

 

Und gleich daneben die Baugrube, in der heute schweres Gerät arbeitet und Beton in den Untergrund presst.

 

So schaut der Verbau aus, bei dem die Risse in der jahrhundertealten Wand entstanden.

 

In einer anderen Draufsicht:

 

Hätte der Bauherr Gemeinde, der Architekt und das Bauunternehmen doch alles so gelassen wie es ist.

 

Ein absolutes Halteverbot hätte eigentlich ein absolutes Bauverbot sein sollen.

 

Oder besser noch: einfach dem Original wieder entgegenkommen und nur eine klassische Tenne ohne Fundament und Zerstörung alter Bauwerte hinzustellen. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?!