(Un)professioneller Landrat Rzehak – in eigener Sache

Dieser Brief erreicht unsere Redaktion vom Landrat:

„… vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Leistungen der Pressestelle des Landratsamtes Miesbach sind ausschließlich professionellen Journalistinnen und Journalisten vorbehalten. Eine Aufnahme der sogenannten „Schlierseer Zeitung“ in den Presseverteiler ist daher leider nicht möglich, so wie es Ihnen der Leiter der Pressestelle, Herr Nemitz, auch bereits mehrfach erläutert hat. Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Rzehak Landrat“.

Hintergrund ist unsere Anfrage:

„Sehr geehrter Herr Landrat Rzehak, ich bitte Sie als Behördenleiter gemäß Bayerischem Pressegesetz um die Aufnahme in den Presseverteiler des Landratsamtes. Wir würden gerne wie die anderen Presseorgane im Landkreis behandelt werden, nachdem sich die Zugriffszahlen nun im dritten Jahr unseres Bestehens bei bis zu 600 Lesern täglich bewegen. Ich würde mich freuen, wenn Sie das presserechtliche Auskunftsrecht nach Artikel 4 des Bayerischen Pressegesetzes positiv bescheiden. Die SCHLIERSEER ZEITUNG erscheint regelmäßig, wird täglich journalistisch-redaktionell überarbeitet, Beiträge erscheinen periodisch und das Portal wird laufend aktualisiert. Mit freundlichen Grüßen Ihre Redaktion der Schlierseer Zeitung“.

Was ist nun an diesem Fall in eigener Sache so interessant? Unsere Antwort an den Landrat zur Information:

„Sehr geehrter Herr Landrat Rzehak,

wird sind sehr erstaunt über Ihre Antwort.

Waren wir doch im Jahr 2014 und 2015 noch bei Ihnen als „professionelle“ Presse von Ihrem Verwaltungsdirektor persönlich akkreditiert (Ihr damaliger Presseverteiler: redaktion@miesbacher-merkur.de; „Gelbes Blatt (E-Mail)“ <redaktion-mb@dasgelbeblatt.de>; redaktion@alpenwelle.de; w……p…@dpa.com; c………s…..@sueddeutsche.de; D……B…..-G…@br.de; Tegernseer Stimme <info@tegernseerstimme.de>; Schlierseer Zeitung <redaktion@schlierseeonline.de>).

Noch mit unserer Nachfrage zu den juristischen Untersuchungen zu dem Thema „Kreidl“ erhielten wir am 22.12.2015 eine ausführliche Stellungnahme von Ihrer Pressestelle, dem Herrn Nemitz, zu den folgenden Themen: Finanzierung Umbau LRA, Bürgermeisterfahrt Servaus, Geburtstagsfeier, Sitzungssaal und weitere Maßnahmen. Danach entschied Ihr Herr Nemitz, dass wir keine Presse mehr sind. Sehr eigenartig. Hat uns aber in Anbetracht der lauen Informationen aus dem Landratsamt über die beiden Jahre auf dem Presseverteiler bei Ihnen nicht weiter tangiert.

Noch eigenartiger sind Ihre zwei unprofessionellen Unterstellungen, die wir natürlich der Tatsache entsprechend entschieden zurückweisen:

1) Die Redaktion der Schlierseer Zeitung ist und arbeitet nicht professionell. Dies ist im Vergleich zu der Häufigkeit und Tiefe der Berichterstattung über die Gemeinde Schliersee geradezu lächerlich. Gerne nehmen wir den sportlichen Vergleich dazu mit dem MM auf. Andere sind weit abgeschlagen.

2) Die „sogenannte“ Schlierseer Zeitung ist die Schlierseer Zeitung (www.schlierseer-zeitung.de; www.schlierseerzeitung.de), der Schlierseer Merkur (www.schlierseer-merkur.de; www.schlierseermerkur.de) und Schlierseeonline (www.schlierseeonline.de). Wir fordern Sie auf, derartig abschätzige Wertungen in der Zukunft zu unterlassen und Ihre Aussage mit einem Einzeiler zurechtzurücken. Ein Blick in den Gesetzestext schärft übrigens den Blick in die Realität, selbst den eines nicht in diesem Sachverhalt kundigen Landrats.

Wir sind jedenfalls nicht die sich im Niedergang befindliche alte parteitreue Presse – manche sprechen von „Fake News“ – die Sie aus dem Landkreis gewohnt sind. Sollten Sie sich dafür interessieren, unsere Zugriffszahlen scheinen die des MM in Schliersee schon seit längerer Zeit zu überflügeln, zumindest wenn man Google als Maßstab der Beurteilung über Zugriffe zu Rate zieht.

Was bleibt nun noch? Wir erlauben uns, diesen Schriftverkehr im Sinne eines transparenten Mediums der professionellen und recherchierenden Zunft des Journalismus auch in der Schlierseer Zeitung zu publizieren.

Als Datum behalten wir uns den Mittwoch dieser Woche vor, sollten wir bis morgen kein Richtigstellung Ihrer unwahren Behauptungen erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Redaktion Schlierseer Zeitung“

Unser Landrat Rzehak hat bis heute nicht geantwortet und so stellen wir diese Tatsachen des umprofessionellen Umgangs mit der Presse und den offensichtlichen Verstoss gegen das Bayerische Pressegesetz im Netz zur Verfügung.