Öffentliche Toiletten Mangelware – neuer Antrag

Der Antrag zur Errichtung für ein WC-Häuschen am Friedhof Schliersee in der Ortsmitte steht am 21. Februar auf der Tagesordnung. Die SPD hat diesen Wunsch zur Abstimmung vorgeschlagen. Bisher gibt es nur fünf feste Orte der Notdurft auf 75 Quadratkilometern Gemeindefläche.

Die Übersicht öffentlicher WC-Anlagen im Markt Schliersee ist sehr kurz und knapp: drei in Schliersee, am Bahnhof, in der Vitalwelt und in der Aussegnungshalle des Friedhofes Westenhofen. Das alte Abort in Fischhausen / Neuhaus am Bahnhof wird übrigens derzeit neu geplant. Weiterhin gibt es im Ortsteil Spitzigsee noch eine Gelegenheit für dringende Fälle im ehemaligen Gemeindehaus. Die letzten beiden WC-Gelegenheiten befinden sich jedoch auf privatem Grund und Boden.

In den Sommermonaten gibt es zusätzlich drei mobile WC-Anlagen um den Schliersee und eine weitere am Parkplatz Auffahrt Spitzingstraße.

Da macht der SPD-Antrag durchaus Sinn: „Bei Besuchen an Jahrestagen und Beerdigungen am Friedhof Schliersee wird von Besuchern immer moniert, dass kein WC vorhanden ist und das fordert auch die Schlierseer SPD. Es genügt ein Behinderten-WC für alle Besucher! Dieses WC kann mit einem Geldeinwurf ausgestattet werden. An der Friedhofsmauer ist eine Wasserentnahmestelle vorhanden. Wenn, wie geplant, auch der Kräutergarten angelegt wird, ist ohnehin ein öffentliches WC für die Besucher erforderlich. Zur Bezahlung können zusätzlich WC-Bausteine aufgelegt werden! Die Bausteinaktion war auch beim Kindergarten Schliersee erfolgreich!“

Es wird spannend, wie diese Abstimmung im Marktgemeinderat ausgeht. Zur Erinnerung: ein öffentliches WC in der Strandbar gegenüber dem Schlierseer Hof wurde vor Jahren verkauft. Die Voraussetzung der Genehmigung der Rixner-Alm war ein öffentliches WC, das es eigentlich auch noch sein sollte, aber nicht mehr so gesehen wird. Ebenso ist es bei der Gastronomie neben der Schiffsanlegestelle am Spielplatz in Schliersee: hier war auch ein öffentliches WC der Grundstein einer Baugenehmigung. Heute schaut es aber anders aus.

Fazit: Schade für eine Gemeinde, die vom Fremdenverkehr lebt, dass die Notdurft so spärlich behandelt wird. Umso mehr wäre es zu wünschen, dass mit diesem möglichen neuen WC ein Neuanfang gemacht wird.