Offener Brief – gelogen, die Wahrheit wird gebogen!

Der Bürgermeister hat in der letzten Gemeinderatssitzung am 21. September die Gemeinderäte informiert, dass es einen Offenen Brief von ihm geben werde.

Die erste Version vor gut zehn Tagen erhielten vom Bürgermeister nur ausgewählte Gemeinderäte, die, jene sich hinter ihn stellten. Eine Zwei-Klassengesellschaft der gewählten Vertreter der Gemeindebürger ist nun also Realität in Schliersee.

Der Offene Brief ist leider mit Unwahrheiten gespickt. Exemplarisch werden hier nur zwei kurz untersucht und die Lügen herausgearbeitet:

  • Der Verkauf der gemeindlichen Grundstücke erfolgt zu einem Verkaufspreis, der deutlich über dem Wert für Gewerbegrund in Schliersee liegt. -> Fakt ist, dass seit Jahren keine Kaufvorgänge für Gewerbegrundstücke in Schliersee vorliegen. Die alle zwei Jahre amtlich erstellte Bodenrichtwerttabelle für den Landkreis und die Preise darin sind also ohne Basis. Es geht sogar soweit, dass in der Bodenrichtwertabelle daher hilfsweise auf Gewerbegrundstückskäufe in benachbarten Gemeinden (Hausham, Miesbach, Fischbach  zurückgegriffen wurde. So wurde eine Transaktion im Mai 2013 mit einer Grundstücksgröße von gut 600qm zu einem Preis von Euro 180 pro qm und eine Arrondierung im Dezember 2014 von rund 300 qm zu einem Preis von Euro 100 pro qm als einzige Referenzpreise aus den Nachbargemeinden zu Rate gezogen. Die Aussage des Bürgermeisters und der zwölf unterzeichnenden Gemeinderäte ist also nicht nur irreführend, sondern wissentlich an den Haaren herbeigezogen und falsch.
  • Nachdem sich nahezu das gesamte Gemeindegebiet Schliersee im Landschaftsschutzgebiet befindet, wäre die Schutzgebietsherausnahme an einem (theoretischen) Alternativstandort ebenfalls erforderlich. Die mit dem Vorhaben verbundene Flächenversiegelung würde an anderer Stelle ebenfalls erfolgen. -> Ein theoretischer und praktisch vorhandener Alternativstandort am Ortseingang Schliersee liegt im Innenbereich und deshalb ist eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet gar nicht notwendig, da obsolet. Dies wurde auch mit den gesetzlichen Quellen auf der Informationsveranstaltung dargelegt. Also, wiederum eine falsche Aussage.

Gelogen, im Offenen Brief wird die Wahrheit gebogen.