MITFAHRERBANKERL – ein ergänzendes Mobilitätskonzept im Nahverkehr

Die Freien Wähler im Markt Schliersee (PWG) machen sich für ein in anderen Kommunen bereits erfolgreich eingeführtes alternatives Mobilitätskonzept stark: Der PWG-Gemeinderat Michael Dürr hat für die Marktgemeinderatssitzung am 19. Juli folgenden Antrag zur öffentlichen Sitzung eingereicht:

Der Marktgemeinderat beschließt MITFAHRERBANKERL für ein ergänzendes Mobilitätskonzept im Nahverkehr auf gemeindlichen Grundstücken zu genehmigen und dies bei auch bei privaten Unterstützern zu fördern.

Begründung:

Alternative Mobilitätskonzepte auf dem Land verlangen nach kreativen Ideen, die aber bereits erfolgreich in anderen Kommunen funktionieren. MITFAHRERBANKERL sind eine kleine Ergänzung, die eine Lücke für den Markt Schliersee schließt. Sie ermöglichen spontane und niederschwellige Gefälligkeitsfahrten als ein Zusatzangebot zum ÖPN.

Zu empfehlen wären in der Anfangsphase gut sichtbare und einsehbare MITFARERBANKERL direkt am Netto-Markt, am Rathaus, am Waldfestplatz, am Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth, im Josefsthal und am Spitzing.

MITFAHRERBANKERL haben den Charme, dass dies keine Fehlinvestition sein kann. Es bietet sich jedoch die einmalige Chance, dass nicht nur ältere Bürger ohne Auto, Kinder etc. vor Ort eine Erleichterung beim täglichen Einkauf, Arztbesuchen oder den Gang zum Rathaus bekommen.

Für einige ältere Bürger – und durch die bisher noch fehlende Nahversorgung mit z.B. einem Netto in Neuhaus – ist der tägliche Einkauf nicht erst seit der Einstellung des Seniorenbusses eine logistische Herausforderung. Gefälligkeitsfahrten auf spontaner Basis wurden in Bitburg von der Caritas initiiert und jüngst in einem BR-Beitrag über Irschenberg als „Trampen für Senioren“ dargestellt. Die MITFARERBANKERL sind ein optisches Zeichen (wünschenswert auch mit Beschilderung) für eine Suche nach einer Mitfahrgelegenheit.