Der gekaufte Winter

Eine Bilanz der künstlichen Beschneidung in den Alpen

Diese Studie von Sylvia Hamberger und Axel Doering, der Gesellschaft für ökologische Forschung und dem BUND Naturschutz in Bayern BN vom Dezember 2015 über „den gekauften Winter“ trägt nicht die Indizien zusammen, dass es tatsächlich so geworden ist, denn das Ergebnis ist evident, die Skidestinationen gleichen sich dahingehend wie Klone: Die Speicherbecken und die Sockel der Schneekanonen und die planierten Hänge enthüllen es im Sommer noch deutlicher als im Winter: Hier hat die eine und dieselbe Industrie sich der Bergwelt bemächtigt. Sie stellt her und verkauft die Illusion von „Winter und Skifahren“. Mit ihren Anstrengungen, den angesammelten Zauber dieser zwei Worte „Winter und Skifahren“ zum jederzeit verfügbaren und profitablen Massenprodukt zu machen, hat sie diesen Zauber großtechnisch vernichtet. Zwangsläufig hat sie ihr Angebot reduziert auf den Genuss von Geschwindigkeit und Fliehkraft und auf die Existenzfrage des Skifahrers „Stürzen oder nicht stürzen“; auf die tausendfache Wiederholung und Perfektionierung des immer Gleichen. Dazu hat man die Pisten geglättet, die Gondeln beheizt, den Berg in ein Fitnesscenter im Freien verwandelt. Die Mittel zum Glück sind abgezählt: Schnee, Skipass, Carvingski und Jagatee.

Hier geht es zur Studie: Der_gekaufte_Winter