Wintertourismus – Die Bundesregierung antwortet

Zu den Folgen des Klimawandels für den Wintertourismus in deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen hat sich die Bundesregierung, bewegt durch eine kleine Anfrage durch Abgeordnete und die Fraktion der Grünen, unter der Bundestagsdrucksache 18/7315 geäußert.

Die 66-seitige Dokumentation erhält auch viel Lesestoff zu der Entwicklung und dem Ausblick für Schliersee und die Alpenregion Tegernsee Schliersee. Zum sehr lesenswerten und informativen Dokument des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geht es hier: 2016-02-03 KA Wintertourismus.

Zum Abschluss noch einige Zitate vom Bundestagsabgeordneten Markus Tressel, der federführend für die Anfrage zuständig war:

„Seit Jahren verschlafen die Bundesregierung sowie die Bayerische Landesregierung den Klimawandel, wenn es um den Wintertourismus geht. Die wenigen Anpassungsmaßnahmen kommen viel zu spät, obwohl die Auswirkungen schon seit vielen Jahren bekannt sind.“

„Durch weitere Investitionen in Skiinfrastruktur machen sich viele Regionen weiter wirtschaftlich vom Skitourismus abhängig. Wenn hier nicht schon heute umgedacht wird, drohen ein massiver Rückgang der Beschäftigung und der regionalen Wertschöpfung einzelne Kommunen zu ruinieren. Jede weitere Investition in Skiinfrastruktur ist in Deutschland eine Fehlinvestition und alles andere als nachhaltig. Andere Regionen in Europa haben da deutlich bessere Bedingungen.“

„Es darf keine Neuinvestitionen von öffentlichen Geldern in Skiinfrastruktur geben. Wir brauchen eine Lösung, die Tourismuspotenziale systematisch erfasst und neue Förderrichtlinien, die Alternative Formen des Wintertourismus schon kurzfristig stärken.“